Archiv der Kategorie: Globale Chemikalienbelastung

CHEM Trust begrüßt neue EU-Gefahrenklassen für hormonelle Schadstoffe und für langlebige und mobile Chemikalien

Die EU-Kommission hat einen wichtigen Schritt für mehr Transparenz und Schutz vor Chemikalien mit gefährlichen Eigenschaften getan: Das EU-Gesetz zur Klassifizierung, Kennzeichnung und  Verpackung (Classification, Labelling & Packaging, CLP) wird um wichtige neue Gefahrenklassen ergänzt. So wird es  eine neue Gefahrenklasse und zum ersten Mal separate Kategorien für hormonelle Schadstoffe (endokrine Disruptoren) geben. Weitere neue Gefahrenklassen addressieren Substanzen mit persistenten (langlebigen) und mobilen Eigenschaften, die sich insbesondere über den Wasserkreislauf verbreiten.

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Kongress diskutiert Chemikalienbelastungen und wie sie vermieden werden können – eine Rückschau

Am 20. und 21. September nahm CHEM Trust am Kongress „Chemikalienpolitik im Dialog“ teil. Dieser wurde von der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Chemikaliensicherheit (BLAC) und dem Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Zusammenarbeit mit der Goethe Universität Frankfurt und dem Mercator Science-Policy Fellowship-Programm der Rhein-Main Universitäten ausgerichtet.

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EU-Kommission opfert die Revision der EU-Chemikalienverordnung REACH für Industrieinteressen

EU-Kommission opfert die Revision der EU-Chemikalienverordnung REACH für Industrieinteressen und nimmt damit Umwelt- und Gesundheitsschäden in Kauf

Gemeinsame Pressemitteilung

18.10.2022 Die EU-Kommission ist auf Druck der deutschen chemischen Industrie und der konservativen Parteien im EU-Parlament offenbar bereit, die Revision der EU-Chemikalienverordnung REACH auf Ende 2023 zu verschieben. Für eine Überarbeitung von REACH in der laufenden Legislaturperiode wäre es dann zu spät. Die Revision würde so um Jahre verzögert oder fiele ganz aus, wenn die neugewählte Kommission 2024 sie nicht fortführt. Mit der Verschiebung nimmt die EU-Kommission die zunehmende Belastung von Umwelt und Gesundheit durch zahlreiche schädliche Chemikalien in Kauf, kritisieren zahlreiche deutsche Nichtregierungsorganisationen als Reaktion auf die heutige Veröffentlichung des Arbeitsprogramms der Kommission. Dabei sind Mensch und Umwelt bereits so stark mit Chemikalien belastet, dass schwere Umwelt- und Gesundheitsschäden an der Tagesordnung sind. Die Organisationen mahnen daher dringend an, am Zeitplan der REACH-Revision festzuhalten und den Schutz vor Chemikalien zu verbessern.

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EU-weite Studie zeigt: Bevölkerung mit problematischen Chemikalien belastet

Forschungsergebnisse aus umfassenden Studien des Human-Biomonitorings haben ergeben, dass die Bevölkerung europaweit in großem Umfang schädlichen Chemikalien ausgesetzt ist.

Ende April kamen auf der Abschlusskonferenz des Forschungsprojekts HBM4EU politische Entscheidungsträger:innen, Wissenschaftler:innen sowie Vertreter:innen der Zivilgesellschaft und der Industrie aus ganz Europa zusammen, um die neuesten Humanbiomonitoring-Daten zu schädlichen Chemikalien zu diskutieren. Die Konferenz hatte eine klare Botschaft: Es muss noch viel mehr getan werden, um die Bevölkerung vor den gesundheitlichen Folgen der Chemikalienexposition zu schützen. Bei vielen Stoffen, wie z. B. den persistenten und giftigen PFAS-Chemikalien, sind Maßnahmen längst überfällig.

CHEM Trust war als Stakeholderorganisation an dem Projekt beteiligt und forderte im Rahmen einer Veranstaltung am 2. Juni, dringend Maßnahmen zu treffen, um die Bevölkerung besser zu schützen (siehe Präsentation hier).

 

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Neue Human-Biomonitoring-Daten: Abschlusskonferenz EU-Forschungsprojekt HBM4EU

Unter dem Motto „Wissenschaft und Politik für eine gesunde Zukunft“ findet am 27. und 28. April die Abschlusskonferenz zum europaweiten Human-Biomonitoring-Projekt HBM4EU statt, in Brüssel sowie online. Zwischen 2017 und 2021 erforschten Wissenschaftler:innen aus 30 europäischen Ländern die Exposition der Bevölkerung gegenüber schädlichen Chemikalien sowie deren gesundheitliche Folgen. Ziel war und ist es, das Human-Biomonitoring in Europa als Methode im Rahmen einer verbesserten, vorsorgeorientierten Chemikalienpolitik voranzutreiben.

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Neuer CHEM Trust Report: Belastende Chemikaliencocktails

Heute erscheint der neue CHEM Trust-Report zur Belastung von Mensch und Umwelt mit Chemikaliencocktails, ihrer unterschätzten Wirkung und was nun zu tun ist: Chemical Cocktails – The Neglected Threat of Toxic Mixtures and How to Fix It“ . Daraus geht hervor, dass wir einer Vielzahl von Stoffmischungen ausgesetzt sind, die die menschliche Gesundheit und Umwelt schädigen können. Auch zeigt der Report, warum wir bisher nicht angemessen geschützt sind und wie Abhilfe geschaffen werden kann. Neuer CHEM Trust Report: Belastende Chemikaliencocktails weiterlesen

EU-Gericht weist Klage ab: GenX bleibt auf EU-Liste der besorgniserregenden Chemikalien

Heute hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg in seinem Urteil bestätigt, dass die Gruppe der GenX-Chemikalien, die zu den „ewigen Chemikalien“ zählen, in der EU zu Recht als „besonders besorgniserregend“ eingestuft wird. Damit hat der EuGH dem Chemieunternehmen Chemours eine Absage erteilt.

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Die globale Chemikalienbelastung hat die Grenze des Planeten bereits überschritten

Einer kürzlich veröffentlichten Studie zufolge hat die weltweite chemische Verschmutzung inzwischen ein Ausmaß erreicht, das die lebenswichtigen Systeme unseres Planeten beeinträchtigt.

Der Cocktail der Chemikalienbelastungen in ihrer weltweiten Verbreitung bedroht mittlerweile die Stabilität der globalen Ökosysteme und damit auch die Lebensgrundlage der Menschheit“, erklärten die Autor:innen vom Stockholm Resilience Center gegenüber The Guardian.

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