Archiv der Kategorie: Gruppierungsansatz

EU-weite Studie zeigt: Bevölkerung mit problematischen Chemikalien belastet

Forschungsergebnisse aus umfassenden Studien des Human-Biomonitorings haben ergeben, dass die Bevölkerung europaweit in großem Umfang schädlichen Chemikalien ausgesetzt ist.

Ende April kamen auf der Abschlusskonferenz des Forschungsprojekts HBM4EU politische Entscheidungsträger:innen, Wissenschaftler:innen sowie Vertreter:innen der Zivilgesellschaft und der Industrie aus ganz Europa zusammen, um die neuesten Humanbiomonitoring-Daten zu schädlichen Chemikalien zu diskutieren. Die Konferenz hatte eine klare Botschaft: Es muss noch viel mehr getan werden, um die Bevölkerung vor den gesundheitlichen Folgen der Chemikalienexposition zu schützen. Bei vielen Stoffen, wie z. B. den persistenten und giftigen PFAS-Chemikalien, sind Maßnahmen längst überfällig.

CHEM Trust war als Stakeholderorganisation an dem Projekt beteiligt und forderte im Rahmen einer Veranstaltung am 2. Juni, dringend Maßnahmen zu treffen, um die Bevölkerung besser zu schützen (siehe Präsentation hier).

 

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EU-Gericht weist Klage ab: GenX bleibt auf EU-Liste der besorgniserregenden Chemikalien

Heute hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg in seinem Urteil bestätigt, dass die Gruppe der GenX-Chemikalien, die zu den „ewigen Chemikalien“ zählen, in der EU zu Recht als „besonders besorgniserregend“ eingestuft wird. Damit hat der EuGH dem Chemieunternehmen Chemours eine Absage erteilt.

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NEU: CHEM Trust Broschüre für mehr Schutz vor schädlichen Chemikalien

Um im Rahmen der Koalitionsverhandlungen auf die Problematik der Belastung von Kindern und Jugendlichen mit Schadstoffen hinzuweisen, hat CHEM Trust  Europe eine neue Broschüre herausgebracht.

In diesem Jahr werden nicht nur wichtige Weichenstellungen für den Klimaschutz eingeleitet, sondern auch für die Chemikalienpolitik. Das UN-Umweltprogramm stuft die Chemikalienbelastung von Mensch und Umwelt neben dem Klimawandel und Verlust der Biodiversität als „dritte globale Bedrohung ein.

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Europaweite Studie stellt allgegenwärtige PFAS-Belastung in Lebensmittel-Einwegverpackungen fest

Eine am 20. Mai veröffentlichte Studie von acht Non-Profit-Organisationen, darunter CHEM Trust, hat den weit verbreiteten Einsatz persistenter und schädlicher PFAS-Chemikalien in Einwegverpackungen nachgewiesen. Per- und Polyfluoralkylsubstanzen, kurz: PFAS, sind eine Gruppe von über 4.500 synthetischen Chemikalien. Aufgrund ihrer extremen Persistenz (Langlebigkeit) in der Umwelt, werden sie auch als „ewige Chemikalien“ bezeichnet. PFAS werden in einer Vielzahl von Konsumgütern und industriellen Anwendungen einschließlich Lebensmittelverpackungen verwendet, da sie fett- und wasserabweisend sind. Aufgrund ihrer möglichen gesundheitlichen Folgen – unter anderem können einige PFAS-Verbindungen Krebserkrankungen begünstigen und das Hormonsystem beeinträchtigen – drängt CHEM Trust auf eine EU-weite Regulierung dieser Stoffklasse, auch für Lebensmittelkontaktmaterialien.

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Fachgespräch zu Schadstoffen in Lebensmitteln

CHEM Trust Europe wird am 12.3. 2021 an der  Diskussion von Bündnis 90/Die Grünen  `Schadstoffe im Essen´  teilnehmen. In dem  Beitrag   geht es um die Auswirkungen von gefährlichen Chemikalien  in  Lebensmittelverpackungen.

UPDATE:  Die Aufzeichung der Veranstaltung findet sich hier.

Mit dabei:

Renate Künast MdB, Sprecherin für Ernährungspolitik | Dr. Bettina Hoffmann MdB, Sprecherin für Umweltgesundheit | Harald Ebner MdB, Obmann im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft | Dr. Marike Kolossa-Gehring, Toxikologin am Umweltbundesamt | Dr. Ninja Reineke, Vorstandsvorsitzende von CHEM Trust Europe | Christiane Seidel, Referentin Verbraucherzentrale Bundesverband

 

CHEM Trust Europe fordert strengere EU-Regeln  für Chemikalien in Lebensmittelverpackungen – insbesondere für Phthalate, Bisphenole und PFAS.

Nach jahrelangen Verzögerungen hat die EU kürzlich mit der Überarbeitung der Verordnung der Lebensmittelkontaktmaterialien begonnen. Zusammen mit anderen NGOs setzt sich CHEM Trust für die Berücksichtigung von 5 Prinzipien ein, um die gegenwärtigen Defizite im Verbraucherschutz zu beheben.

Human-Biomonitoring-Studien zeigen, dass Kinder oft stärker durch bestimmte Chemikalien belastet sind. Dies liegt unter anderem an der höheren Aufnahme von Stoffen im Verhältnis zum Körpergewicht. Bedenken bestehen zum Beispiel bei allergieauslösenden Substanzen oder hormonellen Schadstoffen. Zugleich können bestimmte Chemikalien die Gehirnentwicklung bei Kindern negativ beeinflussen, wie unsere aktuelle Broschüre `No brainer´ zeigt.  Ein wichtiger Problembereich beim Thema Schadstoffe in Lebensmitteln stellen die Verpackungen dar. Im Fokus stehen hier insbesondere bestimmte Phthalate, Bisphenole und PFAS-Verbindungen.  Die HBM-Studien belegen den zunehmenden Einsatz von Ersatzstoffen für bereits verbotene Chemikalien, die häufig eine ähnlich bedenkliche Wirkung aufweisen können. Zudem besteht das Problem der Mischungstoxizität, wenn mehrere Stoffe zusammenkommen.

CHEM Trust und andere NGOs fordern daher strengere EU-Regeln sowie flankierende Maßnahmen in Deutschland. „Der aktuelle Trend hin zu mehr Verpackungen und der Wunsch, diese  im Rahmen der Kreislaufwirtschaft zu recyceln, verstärkt die Notwendigkeit, Problemstoffe in Verpackungen und anderen Produkten wie Spielzeug zu verbieten“, sagt Ninja Reineke. Ein Beispiel für eine positive Entwicklung ist Dänemark: Hier wurden PFAS-Verbindungen letztes Jahr in Lebensmittelverpackungen verboten.

Neue CHEM Trust Broschüre hier zum Download

No Brainer: Der Einfluss von Chemikalien auf die Gehirnentwicklung von Kindern: Grund zur Besorgnis und dringender Handlungsbedarf

 

Die neue EU-Chemikalienstrategie: Hoffnung für mehr Umwelt- und Verbraucherschutz

Pressemitteilung

Brüssel/Hamburg, den 14. Oktober 2020.

Im Rahmen des European Green Deal hat die EU-Kommission heute ihre Chemikalienstrategie veröffentlicht,[1] eine wichtige Weichenstellung für neue verbraucherfreundliche Gesetze. Die Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation CHEM Trust Europe begrüßt zentrale Aspekte dieser Strategie, darunter, dass die Schadstoffe in Verbraucherprodukten künftig stärker reguliert werden sollen. Zugleich weist die NGO darauf hin, dass die anstehenden wirtschaftlichen Folgeabschätzungen nicht zu einer Verzögerung und Abschwächung der Maßnahmen führen dürfen.

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Vergiftete Wahrheit (Dark Waters) und PFOA – Häufig gestellte Fragen

Vergiftete Wahrheit  (‘Dark Waters’) und PFOA –

Häufig gestellte Fragen

“Es geht nicht nur um PFOA, und auch nicht nur um diesen Ort in  West Virginia“– Rob Bilott

Der neue Hollywood-Film  Vergiftete Wahrheit (‘Dark Waters‘) erzählt die wahre Geschichte des Rechtsanwalts Rob Bilott, der sich mit dem Chemie-Giganten DuPont anlegte, nachdem entdeckt wurde, dass diese Firma Trinkwasser mit der gesundheitsgefährdenden Chemikalie PFOA (im Film auch C8 genannt) verseuchte.

Der Film mit dem Schauspieler Mark Ruffalo in der Hauptrolle und unter der Regie von Todd Haynes schildert Bilotts Entdeckung und seinen mehr als 15 Jahre währenden Kampf um die Entschädigung der Tausenden von Betroffenen. Vergiftete Wahrheit (Dark Waters) und PFOA – Häufig gestellte Fragen weiterlesen

PFAS in Kindern aus Deutschland

PFAS in Kindern aus Deutschland

Neue Daten aus dem Human-Biomonitoring unterstreichen die dringende Notwendigkeit einer Beschränkung der gesamten Stoffgruppe

 

Zusammenfassung

Eine offizielle deutsche Studie zum Human-Biomonitoring hat schädliche per- und polyfluorierte Alkyl-Substanzen (PFAS)  im Blut von Kindern und Jugendlichen in Deutschland gefunden. Darunter waren auch Substanzen, die in der EU und weltweit bereits verboten sind. Einige Chemikalien, die im Blut einiger der Kinder nachgewiesen wurden, waren bereits vor dem Zeitpunkt ihrer Geburt verboten.

Wie das Umweltbundesamt in einer Pressemitteilung hervorhob, hatte ein Fünftel der Teilnehmenden dieser Studie Konzentrationen der PFAS-Chemikalie PFOA im Blut, die über dem sog. HBM-I-Wert lagen. Dieses Level ist so definiert, dass bei einem Überschreiten schädliche Auswirkungen nicht mit hinreichender Sicherheit ausgeschlossen werden können.

PFAS werden häufig in Alltagsprodukten verwendet, darunter Lebensmittelverpackungen, Möbel, Kosmetika und Kleidung. Weitere Expositionsquellen können verunreinigtes Trinkwasser oder Rückstände in Lebensmitteln sein. Mehrere PFAS-Verbindungen sind als problematisch eingestuft, z.B. aufgrund ihrer Auswirkungen auf die Fortpflanzung und die mögliche Entwicklung bestimmter Krebsarten.

Die genannte Studie ergänzt bereits existierende Studien die zeigen, dass schädliche Chemikalien aus der PFAS-Familie mittlerweile auf der ganzen Welt nachgewiesen werden können.

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