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Heute erscheint der neue CHEM Trust-Report zur Belastung von Mensch und Umwelt mit Chemikaliencocktails, ihrer unterschätzten Wirkung und was nun zu tun ist: Chemical Cocktails – The Neglected Threat of Toxic Mixtures and How to Fix It“ . Daraus geht hervor, dass wir einer Vielzahl von Stoffmischungen ausgesetzt sind, die die menschliche Gesundheit und Umwelt schädigen können. Auch zeigt der Report, warum wir bisher nicht angemessen geschützt sind und wie Abhilfe geschaffen werden kann.

Mischungseffekte – die unterschätzte Bedrohung

Über Luft, Wasser, Lebensmittel, Verbraucherprodukte sowie auf diversen anderen Wegen sind wir permanent einem komplexen Cocktail bekannter sowie potenziell schädlicher Substanzen ausgesetzt. Die jahrzehntelange Forschung zeigt, dass die kombinierte Exposition gegenüber mehreren Chemikalien zu toxischen Cocktail-Effekten oder Mischungseffekten führen kann. Besonders wichtig: Die schädlichen Mischungseffekte können auch dann auftreten, wenn jede einzelne Chemikalie in geringen Konzentrationen vorhanden ist, sprich: wenn diese unter dem jeweiligen Niveau liegen, das bei der Einzelstoffbewertung als sicher gilt.

In der vorgelegten Analyse legt CHEM Trust dar, dass es ebenso wirksame wie praktikable politische Lösungen gibt. Die Empfehlungen zielen darauf, das Versprechen des European Green Deal einzulösen und so schnell wie möglich Gesetzesänderungen und Maßnahmen für eine giftfreie Umwelt einzuleiten.

Ninja Reineke, Head of Science und Vorstandsvorsitzende von CHEM Trust Europe, sagt hierzu: „Wenn wir Mensch und Umwelt angemessen schützen wollen, dürfen wir die Augen nicht länger vor der Tatsache verschließen, dass Chemikalien sich in ihren schädigenden Wirkungen verstärken können. Die Bewertung der Stoffgemische darf nicht wie bisher die Ausnahme sein, sie muss zur Regel werden. Unser Report liefert hier eine klare Beweislage und gut umsetzbare Lösungen. Die anstehenden Reformen der EU-Chemikalienpolitik REACH sowie anderer EU-Rechtsvorschriften müssen als Chance ergriffen werden, die jahrzehntelange Untätigkeit zu beenden und aktiv zu werden.“

Durch die Zunahme der weltweiten Chemieproduktion vervielfacht sich auch die Anzahl der verwendeten, zum Teil sehr bedenklichen Stoffe. Eine strenge Regulierung gewinnt somit immer mehr an Dringlichkeit. Das UN-Umweltprogramm hat die Chemikalienbelastung von Mensch und Umwelt 2021 als „dritte globale Bedrohung“ neben der Klimakrise und dem Artensterben eingestuft.

Lesen Sie hier die Pressemitteilung, sowie den vollständigen Report und die Zusammenfassung, jeweils auf Englisch.