Unter PFAS versteht man eine Gruppe von über 10.000 fluorierten chemischen Verbindungen, die wegen ihrer fett- und wasserabweisenden Eigenschaften in vielen Konsumgütern verwendet werden. Produkte wie Pfannen mit Antihaftbeschichtung, wasser- und schmutzabweisende Textilien, Lebensmittelverpackungen aus Papier und Karton sowie Kosmetika können PFAS enthalten.
Das Problem mit PFAS
Diese Gruppe von Chemikalien ist aus mehreren Gründen besorgniserregend. Erstens sind PFAS sehr langlebig – deswegen werden sie auch als „Ewigkeitschemikalien“ bezeichnet. Sie werden kaum abgebaut und belasten die Umwelt daher über Generationen. Zweitens sind PFAS bioakkumulierend: Sie reichern sich im Körper von Tieren und Menschen an.
Die am meisten untersuchten Chemikalien dieser Gruppe wirken nachweislich als endokrine Disruptoren, können also das Hormonsystem stören. Sie wurden mit Schilddrüsenerkrankungen, Adipositas, hohem Cholesterinspiegel, Fortpflanzungsproblemen und der Entwicklung bestimmter Krebsarten wie Nieren- und Hodenkrebs in Verbindung gebracht.
Bislang sind nur zwei der 10.000 Chemikalien in dieser Gruppe weltweit verboten – und es hat zehn Jahre gedauert, bis dieses Verbot endlich in Kraft getreten ist. Wenn wir in diesem Tempo weitermachen, werden wir Generationen brauchen, um die bekannten problematischen PFAS zu verbieten.