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Etliche Reinigungsprodukte enthalten gesundheitsschädigende Chemikalien, darunter hormonell wirksame Stoffe (auch bekannt als endokrine Disruptoren oder EDCs). Wir haben eine Reihe von Tipps zusammengestellt, mit denen Sie Ihre Wohnung sauber halten können, ohne sich dabei mit gefährlichen Chemikalien aus Reinigungsmitteln zu belasten.

1. Nutzen Sie weniger Reinigungsprodukte

Sie können Ihre Belastung mit gefährlichen Chemikalien schon dadurch begrenzen, dass Sie eine kleinere Palette an Reinigungsmitteln verwenden. Nutzen Sie nur, was sie wirklich brauchen – also nur Produkte, die für die jeweilige Aufgabe ausreichend sind. In vielen Fällen genügen heißes Wasser und Neutralseife vollkommen.

2. Machen Sie Ihr Reinigungsprodukt selbst

Statt Putzmittel zu kaufen, können Sie es auch einfach selbst zusammenmischen. Sie brauchen dazu nur Hausmittel wie Essig, Zitronensaft, Natriumbikarbonat und Kernseife.

Das folgende Rezept ergibt einen flüssigen Allzweckreiniger, der für Küchen- und Badezimmeroberflächen, Öfen und Spiegel gut geeignet ist.

Zutaten:

  • 100 ml Essig
  • 50 ml Natriumhydrogenkarbonat (auch bekannt als Natriumbikarbonat oder Natron)
  • 2 Liter Wasser

Verrühren Sie alle Zutaten in einer großen Schüssel oder einem Eimer und füllen Sie die Mischung dann in eine Pump- oder Sprühflasche – fertig!

3. Achten Sie auf Umweltzeichen

Es gibt auch im Handel Reinigungsmittel, die auf bestimmte, gesundheitsschädigende Chemikalien verzichten. Eine gute Möglichkeit, umweltfreundlichere Produkte zu erkennen, sind Umweltzeichen – halten Sie nach folgenden Logos Ausschau:

  • EU-Ecolabel: Das EU-Umweltzeichen ist EU-weit verbreitet.
  • Blauer Engel: Ein hauptsächlich in Deutschland verwendetes Umweltzeichen.
  • Das Österreichische Umweltzeichen: Ein hauptsächlich in Österreich verwendetes Umweltzeichen.
  • Nordic Swan: Eine Zertifizierung, die hauptsächlich in Skandinavien (Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland und Island) verwendet wird.

4. Meiden Sie bestimme Inhaltsstoffe

  • Triclosan: ist eine chemische Verbindung, die Reinigungsprodukten häufig wegen ihrer antimikrobiellen Eigenschaften zugesetzt wird. Es konnte gezeigt werden, dass Triclosan das hormonelle Gleichgewicht des Körpers stören kann.
  • Triclocarban: ist ein Stoff, der Triclosan ähnelt und daher auch ähnlich bedenklich für die menschliche Gesundheit ist. Einige Hersteller*innen verwenden mittlerweile kein Triclosan oder Triclocarban mehr in ihren Produkten; sie können jedoch in Zahnpasta und Deodorants nach wie vor enthalten sein.

Sowohl Triclosan als auch Triclocarban müssten in der Liste der Inhaltsstoffe aufgeführt werden. Um sicherzugehen, können Sie sich auch auf der Website der Hersteller*innen informieren oder sich direkt an sie wenden. In der Regel ist es am besten, Produkte mit antimikrobieller Wirkung ganz zu meiden.

  • Parfüm: Auf Produktetiketts tauchen synthetische Duftstoffe oft unter dem Namen „Parfüm“ auf. Hersteller*innen sind nicht verpflichtet aufzulisten, welche Chemikalien in einem Duftstoff enthalten sind – dabei können darunter auch schädliche Substanzen wie Phthalate sein. Waschmittel und Lufterfrischer enthalten beispielsweise oft synthetische Duftstoffe – suchen Sie hier lieber nach parfümfreien Alternativen oder versuchen Sie, diese Produkte selbst herzustellen.

5. Wissenswertes zu Hausstaub

Gefährliche Chemikalien sind nicht nur in Reinigungsprodukten enthalten – sie können sich auch im Hausstaub ablagern.

Info (extern)

Wenn Sie Ihr Zuhause so staubfrei wie möglich halten, können Sie das Belastungsrisiko senken.

Die folgenden drei Maßnahmen helfen Ihnen dabei:

  1. Wischen und saugen Sie häufig Staub, um zu verhindern, dass sich Chemikalien im Hausstaub ablagern. Verwenden Sie dabei einfach ein mit Wasser angefeuchtetes Tuch, denn so verbreiten Sie nicht weitere schädliche Substanzen, die in Reinigungsmitteln enthalten sein könnten. Trockene Tücher oder Wischmopps wirbeln den Staub eher auf, als ihn zu entfernen.
  2. Lüften Sie Ihre Wohnung und andere Innenräume regelmäßig. So können sich weniger Chemikalien in der Luft und im Hausstaub ansammeln.
  3. Überlegen Sie, ob Sie nicht Ihre Teppiche durch natürlich Bodenbeläge ersetzen können. Teppiche können schädliche Chemikalien enthalten; außerdem sammelt sich in ihnen Hausstaub an.